Supervision für Fach- und Führungskräfte

In der systemischen Supervision stehen Sie mit Ihrer Berufsrolle und Berufspersönlichkeit, mit Ihren Anliegen und Herausforderungen in Ihrem Arbeitskontext und mit Ihren professionellen Möglichkeiten im Mittelpunkt.

 

Gegenstand der Supervision können konkrete Interventionen und Interaktionen sein, Ihre Gedanken, Gefühle, Zweifel, Werte sein sowie Ihre Haltungen gegenüber Ihren KlientInnen, KundInnen, KollegInnen, MitarbeiterInnen oder Vorgesetzten. Auch Ihre Selbstfürsorge sowie Psychohygiene, die Sie vor dem Ausbrennen schützt, kann ein wichtiges Thema im geschützten Raum der Einzelsupervision werden.

warum "systemisch"?

"Systemisch" zum Einen, weil Sie als ExpertIn ihres Anliegens anerkannt und wertgeschätzt werden. Insofern werden Ihnen keine fertigen Lösungen angeboten, vielmehr wird es Ihnen mithilfe von Fragen, Hypothetisieren, Perspektivenwechsel und Reflexion ermöglicht, selbst passende Lösungen zu finden. Außerdem werden Sie als KonstrukteurIn der beschriebenen Situation angesehen. Daher wird in der systemischen Supervisionspraxis besonders Wert auf den Einsatz von Methoden gelegt, welche die Wahlmöglichkeiten erhöhen und die Eigenverantwortung stärken.

 

Zum anderen wird ein besonderes Augenmerk auf den Kontext bzw. kontextspezifische Situationen gelegt, weil Ihr Verhalten davon beeinflusst wird. Indem spezifische Situationsmerkmale und deren Wechselwirkung auf die individuelle Handlungskompetenz betrachtet und erkannt werden, eröffnen sich neue Möglichkeiten, die eigenen Ressourcen zu reaktivieren und die eigene Haltung und Handlung wieder zielorientiert steuern zu können. Kontextsensibilität wird darüber hinaus auch darin deutlich, dass es in der Praxis nicht die jeweils "richtige" Lösung gibt, sondern mehrere Lösungen in Frage kommen, die entsprechend des Kontextes und den in ihm handelnden Personen als mehr oder weniger passend, brauchbar, gangbar oder funktional betrachtet werden.

systemische "Fall"supervision

Im Rahmen der "Fallarbeit" demonstrieren Fallgeschichten die Interaktion zwischen Ihnen und anderen (z. B. KlientInnen, KollegInnen, Vorgesetzten), sie zeigen uns Ihre bevorzugten Wahrnehmungsgewohnheiten. Die Aufmerksamkeit wird auf verschiedene Faktoren bzw. Ebenen gerichtet und dabei Ihr (verborgenes) Wissen und ggf. das Wissen der MitsupervisandInnen genutzt. Hier bekommen Sie einen geschützten Raum, um Vermutungen anzustellen, Sichtweisen und Gefühle auszudrücken, die eigene Betroffenheit, Fragen und Unsicherheit zum Thema zu machen. Gelingt es, die eigene Reaktion zum Verständnis des Gegenübers zu nutzen, so zeigt sich darin eine wichtige professionelle Kompetenz. Auf diese Weise werden Perspektiven erweitert und bestimmte Aspekte, Gefühle, Wahrnehmungen, Deutungsmuster und Bewertungen, die bisher vielleicht ausgeblendet oder unbewusst waren, zur Sprache gebracht und zugänglich gemacht. Auf diese Weise können Kommunikationen und Interaktionen gestaltet werden, so dass Handlungsspielräume erweitert und Veränderungen wahrscheinlich werden.

Mein Beitrag

Als Supervisorin lade ich Sie dazu ein, Ihr Anliegen in einer Weise vorzutragen, dass Sie als kompetent handelnde Person in Erscheinung treten. Mit einer sorgfältigen Auftragsklärung, einer aufmerksamen Prozessgestaltung sowie der Gestaltung einer wertschätzenden Atmosphäre trage ich zu einem ressourcen- und lösungsorientierten Vorgehen bei. Mit einer regelmäßigen Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und des bereits Erreichten fördere ich eine nachhaltige Entwicklung.

Literatur: Ebbecke-Nohlen, 2017; König, Schattenhofer, 2018