Krisen als Lebenspassagen bewältigen

Belastungen, Abschied, Trauer und Selbstfindung

Es gibt Lebensereignisse, die in ernste seelische Krisen führen können. Das Ende einer Liebesbeziehung, Trennung, Scheidung, der Tod eines nahestehenden Menschen, die Diagnose einer schweren Erkrankung oder chronische Erkrankungen, ein unerfüllter Kinderwunsch - das sind Beispiele für Anlässe, die dazu führen, dass man sich wie gelähmt und ohnmächtig fühlt. Menschen erleben unterschiedliche Phasen des Nichtwahrhabenwollens, der Wut, der Trauer, des Schmerzes, der Enttäuschung...

"Nicht das Wegsehen, sondern das Hinsehen macht die Seele frei."

Theodor Litt


Der Weg hin zur Akzeptanz des krisenhaften Ereignisses ist oft ein längerer Prozess, der mit hohen psychischen Belastungen einher geht. Daher ist es wichtig, nicht alleine damit zu bleiben. Häufig finden Sie als Betroffene Hilfe und Unterstützung im Familien- oder Freundeskreis und erfahren die Nähe wertvoller Beziehungen. Manchmal fühlen Sie sich aber auch alleine, wollen sich niemandem mit Ihrem Schmerz zumuten oder denken, Sie dürfen Ihr Umfeld "nicht noch mehr" belasten. Professionelle Begleitung kann Sie unterstützen, sich mit dem Leid zu befassen, Täler zu durchschreiten, alles auszusprechen, was auf der Seele liegt, sich zu verabschieden, zu versöhnen, das Wertvolle an der vergangenen Zeit zu erkennen, immer wieder in die Zuversicht zu kommen und Mut zu finden, diese Lebenspassage zu bewältigen, das Belastende zu integrieren und Wege zu finden, damit umgehen zu lernen. Sie lernen, wie Sie mit dem Belastenden umgehen können und andererseits auch Unterstützung aus Ihrem sozialen Umfeld nutzen können.

 

Gerne begleite ich Sie in diesem besonderen Prozess, der auch immer ein Weg zu sich selbst ist. In akuten Krisenphasen bemühe ich mich, Ihnen kurzfristig einen Termin anbieten zu können. 

Das Belastende und Ich

Unterscheiden ist nicht gleich: Trennen. Sondern: Das Belastende und Ich gehören für eine Zeit zusammen: "Wir haben miteinander zu tun." Wie können das Belastende und Ich miteinander zu tun haben? Daraus könnte ein Spielraum entstehen: Was das Belastende und ich miteinander zu tun haben, mag anstrengend sein. Mit Anstrengungen kann man unter Umständen umgehen. Daran interessiert?

(Wolfgang Loth)